Aufmerksamkeit und Schönheit:
Sudoku – Haiku

   

Jean-Claude Lin (Hrsg.)

Sudoku - Noch mehr Einsame Hunde
Die schönsten Sudokus aus Japan, Band 3
159 Seiten, in Leinen gebunden
30 leichte, 40 mittlere und 30 schwere Sudokus

ISBN: 978-3-7725-2053-2

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Wichtig ist beim Lösen eines Sudokus, nicht zu raten, sondern logisch notwendig die fehlenden Zahlen denkend aufzuspüren – sonst gerät man schnell auf Abwege und der Frust ist groß.

Es ist erstaunlich, wie rasch dieses in den USA schon länger bekannte, aber erst in Japan erheblich verfeinerte und mit dem sprechenden Namen «Sudoku» versehene Zahlenrätsel nun die Welt erobert. Als Meister der kleinen, subtilen Komposition erweisen sich wieder einmal die Japaner. Wer die japanischen Sudokus der Rätselkomponisten von Nikoli, die in Deutschland in den Bänden «Einsame Hunde» und «Mehr einsame Hunde» vorliegen und nun auch in diesem Band enthalten sind, zu lösen versucht, wird dies in ästhetischer Hinsicht als besonders befriedigend erleben.

Auch in der Dichtung offenbart sich der japanische Sinn für Aufmerksamkeit und Schönheit: im dreizeiligen Haiku, das aus 17 Silben besteht, auf 5-, 7- und 5-silbige Zeilen verteilt.
Siegfried Thiele, emeritierter Musikprofessor und Komponist aus Leipzig, hat den Herausgeber mit seinen «Haikus» über seine neue Leidenschaft für Sudokus überrascht.
Wie manche japanische Meister des Lebens, pflegt der Maestro Siegfried Thiele Ruhe und Besinnung spielerisch in sein Leben zu bringen, dadurch, dass er täglich ein Haiku schreibt – und in den letzten Monaten zusätzlich durch das Lösen eines Sudokus.

In einem weiteren Sudoku-Haiku hat er bemerkt:

Ich muss mich zähmen,
sonst löse ich mehr als ein
Sudoku am Tag.

In der Tat: Ein wirklich schönes Sudoku ist wie ein guter Wein: es möchte in Maßen und in schönem Ambiente genossen werden.

Stuttgart, im Februar 2006 Jean-Claude Lin