Haben Sie die Kostbarkeit unserer Sudokus schon entdeckt?

Ist Ihnen aufgefallen, welch ästhetischer Grundriss sich hinter jedem der von den japanischen Meistern handgefertigten Sudokus verbirgt?

Jedes Zahlenrätsel ist zu einem symmetrischen Gefüge komponiert , eine Mischung aus Scharfsinn und Schönheit.

Die kleinen Kostbarkeiten des Herausgebers Jean-Claude Lin verdichten sich auf das Wesentliche . Die originalen feinsinnigen Sudokus der japanischen Rätselkoryphäen geben nicht mehr als 30 Zahlen vor, zuweilen sogar weniger.

Und zugleich könnte man die Rätsel, bei allem Spaß, als Lebensschule betrachten. Nicht durch den engen Blick auf einen Punkt, sondern durch eine umfassende Gesamtansicht gewährt einem das intelligente Spiel Einblick in seine Geheimnisse.

 

Woher kommt der »einsame Hund«?

Was ist ein «Sudoku» eigentlich genau?

Auf den ersten Blick eine Ansammlung von einzeln gesetzten Zahlen in 9 Quadraten zu je 3 x 3 Kästchen. Ein logisches Zahlenrätsel.
Der Titel «Einsame Hunde» ist dem japanischen Namen und der Schreibweise des Rätsels entlehnt:
« Su » heißt auf Japanisch «Zahl»: eine Zahl oder auch mehrere Zahlen. Aber die Silbe bedeutet auch «zählen, berechnen».
«doku» bedeutet «alleine» oder «einsam».
Wenn man «doku» als japanisches Schriftzeichen schreibt, enthält dieses fast gemalte Silbenzeichen ein anderes Schriftzeichen als Bestandteil: das Wort für «Hund», daher die hübsche Assoziation «einsamer Hund». Jede Zahl von 1 bis 9 steht ja in jeder Zeile, jeder Reihe und jedem 3 x 3 Quadrat isoliert da.


Was mache ich mit einem »einsamen Hund«?

Die Aufforderung ist denkbar einfach:

Setze in jedes leere Feld des Sudokus eine Zahl von 1 bis 9, sodass in jeder Zeile und jeder Spalte und jedem der 3 x 3 Quadrate die Zahlen 1 bis 9 nur einmal vorkommen.
Für das Lösen des Zahlenrätsels kommen verschiedene Denkbewegungen zur Anwendung: von dem ersten einfachen «Abscannen», Überfliegen der Zeilen und Spalten bis zur bewussten Annahme einer von mehreren Möglichkeiten (bei den besonders kniffligen Rätsel), um herauszufinden, ob sie zu einem Widerspruch führt und somit auszuschließen ist.
Da das Entdecken dieser verschiedenen Denkfiguren selbst eine der großen Reize des Lösens eines Sudokus bedeutet, möchten wir an dieser Stelle nicht viel mehr sagen, als dass es oft hilfreich ist, die verschiedenen Zahlen, die in einem bestimmten Feld eingesetzt werden können, in dem Feld klein zu notieren, um dann im weiteren Fortgang die einzelnen Möglichkeiten nach und nach auszuschließen.

Man sollte sich jedoch vor dem Raten hüten. Dies führt in Teufels Küche und zu erheblichem Frust! Nur eine Zahl, die einwandfrei begründet werden kann, sollte in einem Feld eingesetzt werden.
Ansonsten sind zum Lösen eines Sudokus weder Wissen noch mathematische Kenntnisse erforderlich – nur ruhiges Denken.

Und übrigens: Ein Sudoku ist immer eindeutig, sonst ist es kein gültiges, darin unterscheidet es sich vom Leben.